Norwegen 2012

12. bis 20. Juli 2012 – Von Solingen über Schweden und Finnland zum Nordkap:

Am frühen Morgen des 12. Juli geht die Fahrt mit unserem Wohnwagen-Gespann los.
Bei uns fängt der Urlaub immer dann an, wenn wir im Auto sitzen und den Motor starten, ganz egal, wie lange die Fahrt dauern wird, wir machen es relativ gemütlich, haben weder Fähren noch Campingplätze im Voraus gebucht, damit´s auch bei Stau nicht zu Stress kommt.

Die Route führt uns zunächst nach Fehmarn, wo wir die erste Fährüberfahrt auf der Vogelfluglinie Puttgarden-Rødby bei herrlichstem Sonnenschein haben. Allerdings ist der Wind etwas kühl!
Nach 45 Minuten sind wir in Dänemark angekommen und fahren direkt weiter Richtung Helsingør, um auch dort sehr schnell die Fähre ins schwedische Helsingborg zu bekommen.

Weiter Richtung Vätternsee, dann noch ein paar Kilometer Landstraße nach Vittsjö und ein idyllisch gelegener Campingplatz wartet auf uns.
Am 13. Juli geht’s weiter nach Stockholm, wo wir leider nur noch einen Mini-Stellplatz ohne Strom bekommen. Na, macht nichts, abends ist es ja noch ziemlich lange hell, und der Kühlschrank läuft glücklicherweise auch mit Gas!

Am nächsten Tag fahren wir mal nicht weiter, sondern schauen uns Stockholm an.

Laut Wetterbericht soll es ein schöner, sonniger Tag werden.

Wir machen eine Führung durch das Rathaus, sehen uns die Riddarholms-Kirche und den Dom an. Und dann fahren wir mit einer kleinen Fähre zum Wasa-Museum.

Das ist ein ganz tolles Museum mit der restaurierten Wasa, die im 17. Jhd. Kurz nach dem Stapellauf untergegangen ist.

An den nächsten zwei Tagen fahren wir immer gen Norden und an der nördlichsten Stelle der Ostsee fahren wir nach Finnland hinein.
Am 17. Juli überqueren wir bei unglaublichen 23°C zum ersten Mal in unserem Leben den Polarkreis, und zwar bei der finnischen Stadt Rovaniemi............dort finden wir den Weihnachtsmann und ein Touristenzentrum, das keine Wünsche offen lässt................wenn man sie denn hat!

Wir sind froh, dass es erst 11 Uhr morgens ist, da sind noch nicht so viele Touri-Busse dort. Nachdem wir den Polarkreis „gesehen“ haben, essen wir noch ein Stück Kuchen und weiter geht’s über schier endlose, leere Straßen zum Inari-See.

Kurz vor dem Campingplatz das nächste Highlight: wir sehen zum ersten Mal wildlebende Rentiere. Ganz gemächlich laufen sie über die Straße! Man muss schon etwas vorsichtiger fahren, schließlich will man sie ja nicht anfahren.
Und das dritte Highlight dieses Tages erwartet uns am Campingplatz, der direkt am Inari-See liegt:

Wir erleben zum ersten Mal die Mitternachtssonne!!!

Nur leider befindet sich auf der anderen Seite der Bucht eine Hügelkette, hinter der die Sonne leider für eine Stunde verschwindet, aber sie ist nicht ganz untergegangen!!!

Wunderschön!!! Darauf hoffen wir nun jede Nacht!!!


Am 18. Juli fahren wir weiter. Es geht über die Grenze nach Norwegen. In Karasjok besuchen wir kurz das kleine Sami-Museum.

Und endlich, endlich ist das erste Hauptziel unseres Urlaubs erreicht!

Wir fahren durch den Tunnel nach Magerøya, der Insel, auf der sich das Nordkap befindet. Durch den Tunnel ist es ja jetzt doch irgendwie zum nördlichsen Punkt des europäischen Festlandes geworden, okay, eigentlich ist der Knivskjellodden noch ein klein bisschen nördlicher.

Hier haben wir drei Nächte eingeplant, weil man ja nie weiß, wie das Wetter wird. Und heute ist´s auch nur grau und nass-kalt!

In Honningsvåg müssen wir noch schnell etwas einkaufen, gucken uns ein Kreuzfahrtschiff an und den Hurtigruten-Kai, wo natürlich abends um 20.30 Uhr nichts los ist. Aber in den nächsten Tagen wollen wir unbedingt mal mittags nach Honningsvåg!

Dann fahren wir hoch zum Nordkap in der Hoffnung, dass irgendwann nachts das Wetter besser wird. Wir wollen ja die Mitternachtssonne direkt vom Nordkap aus sehen!
Aber nix, wir sehen vor lauter Nebel ja noch nicht mal die Kugel richtig!!!
Um 23.30 Uhr schließlich geben wir auf und fahren wieder zum Campingplatz am Rica-Hotel zurück.

Da der Preis für den Parkplatz an der Nordkap-Halle für 48 Stunden gilt, fahren wir also am nächsten Tag wieder rauf. Diesmal pfeift ein eisiger Wind und wir mummeln uns dicker ein als in unserem bergischen Winter. Es sind nur 5°C, gefühlt aber -5°C!!!!!!!!!

Mensch, es ist JULI!!!!!!!!!!!!

Heut haben wir keinen Nebel, aber sehr viel besser als gestern ist es auch nicht.
Also fahren wir wieder weg, zuerst in das kleine Fischerdorf Skarsvåg, wo wir eigentlich etwas wandern wollten, aber bei dem Regen versinkt man in der Matsche, also wird das nix!

Wieder zurück zum Campingplatz, gemütlich Kakao trinken und Webcam schauen..........in der Hoffnung, dass sich oben am Nordkap das Wetter wieder bessert. Aber leider ist alle Hoffnung vergebens!

Und am nächsten Tag wird das Wetter immer schlimmer:

es gießt und stürmt!

Wir sind schließlich die einzigen Gäste auf dem Campingplatz, nachdem sich auch die armen Radfahrer mit ihrem Zelt davon gemacht haben.
Es ist wirklich nicht möglich, den Wohnwagen zu verlassen, ohne direkt pitschnass zu sein!!!

Also, keine Mitternachtssonne am Nordkap und auch kein Hurtigruten-Schiff in Honningsvåg!!!

Sehr, sehr schade!
Ich bin irgendwie traurig, hoffentlich wird nicht der ganze Urlaub so!











Kommentare:

  1. Das sind wundervolle Impressionen liebe Claudia.
    Von Fehmarn mit der Fähre nach Dänemark bin ich auch schon gefahren.
    Schade einen verregneten Urlaub braucht kein Mensch.

    Liebe Grüße
    Angelika

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    1. Na, warte mal ab, so ganz verregnet war er ja nun doch nicht.
      Es freut mich aber, dass Dir die Bilder gefallen......aber ich kann Dir verraten, es wird noch viel besser*zwinker*

      Liebe Grüße
      little.point Claudia

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  2. wunderschöne bilder! und sehr cool - ich bin ja leider so gar kein camper und hab da einfach keine erfahrung. was ich fast schade finde, da man viele orte einfach so am besten bereisen kann.

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    1. Hihi, das musst Du doch auch gar nicht,........also ich mein, Camper sein!
      Auf den aller-, allermeisten Campingplätzen in Norwegen gibt´s auch Hütten, die man mieten kann. Und selbstverständlich gibt´s auch Hotels........
      Oder ne Kreuzfahrt? Damit hast Du doch schon Erfahrung!

      LG
      little.point Claudia

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  3. "grins" ob der Bilder ... es geht noch schlimmer. Schneetreiben Ende Juli - 25 cm - und Busse im Straßengraben, da muss man durch im Norden, aber wenn dann am nächsten Tag auf einmal die Sonne am Himmel steht ist alles vergessen.
    Kann auf meinem Blog leider immer nur einmal antworten ....
    Das mit dem "Immerdrauf-Objektiv" hatte ich mir auch etwas anders vorgestellt, aber wenn man unterwegs ist machen tatsächlich 2 Stück immer Sinn.
    Ja es wird auch noch Bilder von Island geben und .... auch etwas "Wal ... iges" . Bin noch bei der Bearbeitung.
    Liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Na, dann haben wir ja sogar echtes Glück mit dem Wetter gehabt*grins*
      Meine Eltern hatten auch in ihrem einzigen Norwegen-Urlaub Schnee im Juli, und zwar oben an der Geiranger-Straße. Die war zwar geräumt, aber rechts und links lag er wohl noch ziemlich hoch, so wie sonst nur im Mai.
      Freu mich auf die nächsten Bilder aus Island.
      Ähem, und ich sollte hier mal mit dem Reisebericht weitermachen*hüstel*

      LG
      little.point Claudia

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